Heilpädagogische Entwicklungsförderung

Grundsätzlich geht es darum bei den Kindern die Entfaltung Ihrer Persönlichkeit anzuregen, zu unterstützen und kreative und soziale Entwicklung zu fördern und zu helfen. Die moderne Welt wieder für die Kinder zugänglich, erfahrbar und handhabbar wird. In der heilpädagogischen Begleitung vertraue ich darauf, dass das Kind die Lösung seiner Probleme in sich trägt.

Zu viele Kinder sind von Kummer belastet oder umgetrieben von Angst und Wut. In vertrauensvollen Elterngesprächen kann vieles besprochen werden, aber hier stoßen wir an Grenzen. Anlagen und Talente eines Kindes drängen auf Entfaltung und Erprobung, müssen sich aber noch durch und mit angemessenen Herausforderungen entwickeln und verwirklichen.

 

Das Arbeiten mit Ton ermöglicht Entwicklungsentfaltung, ein Finden von Halt und das Erleben von Handlungskompetenz. Meine Arbeit mit den Kindern ist nicht symptomorientiert, sondern entwicklungsorientiert und ergebnisoffen. Es gibt keine Vorgaben, kein Sollen, Üben und keine Erwartung.


Bekommen Kinder im kreativen Arbeiten mit Ton die Chance nach seinen eigenen Vorstellungen zu formen, gestalten zerstören oder erhalten, erlebt das Kind sich als Urheber und erhält die Möglichkeit sich in dem Gestalteten zu erkennen.

Bearbeiten sie z.B. Gegenstände ihrer Sehnsucht. So kommen sie zu einer Fantasiebefriedigung ihrer manchmal unerfüllbaren Wünsche, die es leichter macht, ihre kindliche „ohnmächtige“ Gegenwartslage zu ertragen. Sie können sich selbst und die Welt „begreifen“.


Erst in der Einzelarbeit ist es möglich bei dem Kind individuelles zu erkennen, zu begleiten, zu stärken um es so später wieder in den Gruppenprozesse zu integrieren. Im heilpädagogisch begleitenden Prozess erfährt das Kind sich in einem angstfreien Raum (nicht an Bedingungen gebundene Wertschätzung, keine Bewertung von außen, einfühlendes Verstehen), es wird akzeptiert wo es gerade in seiner Entwicklung steht. Das Kind erlebt sich als Urheber von etwas und möchte Spuren hinterlassen.

 

Im Mittelpunkt steht nicht die jeweilige Problematik oder Krise, sondern die Möglichkeit, über das Bearbeiten des weichen Tons mit den Händen neue Antworten und Lösungen zu finden, neue Beziehungsformen zu entdecken.